Zazen
Bewegungsloses Sitzen in der Tradition des Sôtô-Zen
Zazen zu erklären, würde Zazen begrenzen.
Doch es ist möglich zu sagen:
Zazen ist eine besondere Form der Meditation, die sich von anderen Formen dadurch unterscheidet, dass sie eben jegliche geistigen und körperlichen Vorstellungen aufgibt. Daher ist nachvollziehbar, dass dies einer Übungspraxis bedarf. Es ist wie das Lernen einer Fremdsprache. Erst einzelne Vokabeln, dann Satzstellungen, dann ganze Sätze und schließlich das freie assoziative Sprechen. Wenn alle Formen der eigenen Vorstellungen begreifend erfahren sind, öffnet sich das Feld des offenen freien Raumes, der den Atem kommen und gehen lässt, ohne ein Wollen.
Zazen ist kein Mittel zum Zweck, sondern es ist, was es ist.
Die Praxis des Sitzens im Zenhof Rödental e.V.
Die Praxis beginnt mit dem individuellen bestmöglichen Sitzmoment. Dies kann ein Kissen, ein Bänkchen, ein Hocker, ein Stuhl sein.
Die MitgliederInnen des Vereins, liebevoll „ZenhoflerInnen“ genannt, treffen sich mehrmals in der Woche zum gemeinsamen Sitzen. Einfach Sitzen.
Ellen Daoren führt die ZenhoflerInnen mit einem kleinen gemeinsam leise gesprochenen Sūtra, einem buddhistischen Text in die Meditation ein, den sie ergänzt hat mit:
„Lasst uns vergessen,
wo wirhergekommen sind
und lasst uns vergessen,
wo wir hingehen.
Einfach jetzt hier sitzen.
Atmen. Zählen.
Atemzug für Atemzug liebevoll den Geist zum Atem führen.
Immer wieder neu jetzt.“
(Ellen Daoren)
Die Praxis ist offen für AnfängerInnen und Fortgeschrittene. Vor der ersten gemeinsamen Teilnahme findet eine individuelle Einführung durch die Zenlehrerin Ellen Daoren statt.
