SonntagsBlog „Das Zwei-Cent-Stück“, 18. Juli 2026
Liebe ZenhoflerInnen,
der lang ersehnte Regen für die Pflanzen ist gekommen und auch uns tut die Abkühlung gut.
Aber wie es im Sommer für mich immer ist, habe ich die Hoffnung, dass nach jedem Regen der Sommer wiederkommt und nicht wegbleibt, denn die Sommerzeit ist soooo schnell vorüber in unseren Breitengraden.

Heute möchte ich euch eine Geschichte erzählen.
Ich bin in Eile. Der Termin. Ich bin schon spät dran. Der Parkplatz. Ich laufe eiligen Schrittes durch die Stadt. Da, ein Mann vor mit. Er humpelt, geht langsam. Meinen eiligen Gang auf dem Asphalt hörend, tritt er zur Seite und bleibt am Bordsteinrand des Bürgersteiges stehen. Da sehe ich es. Ein Zwei-Cent-Stück. Meine Hand streckt sich danach. Mein Körper bückt sich und die Hand greift zu und hebt es hoch. Ich drehe mich zu dem Mann, der seine Hand ausgestreckt hinhält und ich lege ihm das Zwei-Cent-Stück in die Hand. Ich spreche: Nur durch ihren Schritt an die Seite, tauchte es auf. Danke.
Ein Gesicht strahlt mich an und die Hand mit dem Zwei-Cent-Stück verschwindet in einer Hosentasche.

Ohne Wissen tun – was tun wir dann?
Das ist Zen ganz praktisch. Kein Gedanke. Keine Überlegung. Sich zuschauen und staunend sich beobachten. Und, was geschieht? Ein Wunder. Zwei Menschen fühlen sich einfach verbunden glücklich.
Vertraut diesem zuschauenden Geist einfach und es gelingt.
Unser Vertrauen ist immer schon da. Er bedarf keines wissenden Geistes. Er ist das Wissen. Und so wünsche ich uns allen eine gute Zeit mit Vertrauen und im Vertrauen auf den „guten“ Geist.
Herzlich
Ellen Daoren

Guten Morgen , das ist ja schön , was denn so passiert. Und selbst wenn man in Eile ist entdeckt man doch so manches. Ich wünsche einen schönen Sonntag , liebe Grüße